Begleithundeprüfung mit Nayla

Am Samstag hat Nayla trotz widriger Wetterverhältnisse (Regen, Regen, Regen) als Tagesbeste die Begleithundeprüfung bestanden. 😀 Wir bekamen von dem Richter ein schönes Lob für unsere Fußarbeit (Einzelnoten: Vorzüglich und Sehr gut). Auch ihr „temperamentvolles Arbeiten“ gefiel dem Richter. 😉 Ich bin sehr stolz auf die kleine Maus.

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Am Rande der Prüfung philosophierten die „erfahrenen“ Teilnehmer über den Sinn und Unsinn dieser Prüfung. Für mich war es nun das dritte Mal in 12 Jahren, dass ich mit einem meiner Hunde diese Prüfung abgelegt habe. Es ist für mich ein „sportliches Ziel“, mit jedem meiner Hunde diese Prüfung zu meistern.

Doch es gibt wohl kaum eine Prüfung, die im deutschen Hundesport so umstritten ist wie die „BH“. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, wie weit Anspruch und Wirklichkeit auseinanderklaffen können. Der Name „Begleithundeprüfung“ suggeriert, dass man hier überprüft, wie alltagstauglich ein Hund ist, also ob er einen guten „Begleiter“ für seinen Menschen abgibt. Tatsächlich ist dies aber in der „BH“ nur ein Randaspekt. Nur im sogenannten „Verkehrsteil“ wird dieser Aspekt überprüft.

Der weitaus bedeutendere und viel schwierigere Teil ist aber die  sogn. „Unterordnung“. Hier muss der der Hund rund 7-8 Minuten am Stück hochkonzentriert „Bei Fuß“ gehen. Dabei soll er seinen Hundeführer möglichst anschauen und sich mit seiner Schulter permanent am Bein des Hundeführers befinden. Während der Präsentation (die nach einem fest vorgegebenen Schema erfolgt) sind verschiedene Elemente wie Kehrtwendungen, Winkel, Sitz, Platz und Tempowechsel zu zeigen. Die ganze Zeit ist es nicht erlaubt, den Hund mit Worten anzusprechen (außer den strikt vorgegebenen Kommandos Fuß, Sitz und Platz). Körpersprachliche Hilfen sind ebenfalls nicht erlaubt und werden mit Punkteabzug geahndet. Bei Prüfungsbeginn hat sich der Hundeführer beim Richter mit folgenden Worten anzumelden: „Hundeführerin Sandra S. meldet sich mit Hund Nayla zur Unterordnung“. Am Ende muss man sich wieder mit den Worten „Unterordnung beendet“ beim Richter abmelden.
Man kommt sich schon ein bisschen vor wie beim Militär. 😉

Die BH ist ein Relikt aus den Zeiten, in denen der Schutzhundesport noch der einzige Hundesport war, der auf den Hundeplätzen ausgeübt wurde. Heute haben wir eine riesige Bandbreite an Sportarten und für viele ist die „BH“ die Eingangsprüfung, d.h. ohne erfolgreiche „BH“ ist keine Teilnahme an Turnieren oder Prüfungen erlaubt. Die Begleithundeprüfung ist also nach wie vor keine Überprüfung des „Begleithundes“, sondern eine rein sportliche Prüfung ohne weitere Aussagekraft in Bezug auf das Wesen und die Umweltverträglichkeit des Hundes.

5 Kommentare

  • Heinz
    06/06/2016 - 11:24 | Permalink

    Und bloß „Gruppe Danke!“ nicht vergessen….

    • Admin
      06/06/2016 - 17:56 | Permalink

      Ja richtig, Heinz 😉 Wobei das ja immerhin noch Höflichkeit ausstrahlt. :-)

  • Ergun
    06/06/2016 - 11:30 | Permalink

    „ohne weitere Aussagekraft in Bezug auf das Wesen und die Umweltverträglichkeit des Hundes“
    Es gibt da schon einige Elemente in der Unterordnung bei der dies geprüft wird.

    • Sandra
      06/06/2016 - 17:45 | Permalink

      Damit meinen sie sicher „die Gruppe“: aber das ist ja ebenfalls eine künstlich konstruierte Übung, die mit realistischen Alltagssituationen nicht mehr viel zu tun hat.

      • Ergun
        07/06/2016 - 11:40 | Permalink

        Ja ich meinte die Gruppe und auch das Abliegen. Aber die neuerrtdings vorgeschriebenen Wesenstests sind da auch nicht so viel besser. Alles einübbar

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