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Dummy-Workshop

Ende Oktober haben Nayla und ich an einem sehr schönen Dummy-Workshop des DRC Saar quasi vor unserer Haustür teilgenommen. Es war mal wieder ein perfekter Trainingstag mit ganz tollen Trainern in prima Gesellschaft. Macht immer wieder großen Spaß.

Vielen Dank an Corinna Seiler für die stimmungsvollen Bilder. 😉

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Und der lustige Nebeneffekt: Es gab wieder neue Infos zu weiteren Wocker-Besitzern in Deutschland. In der Retrieverszene scheint sich der Wocker immer mehr an Beliebtheit zu erfreuen. 😉

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Studie: BARF-Produkte haben viele Bakterien

In zahlreichen Medien (Frankfurter Rundschau, Süddeutsche Zeitung…) ist heute diese Meldung über das Barfen zu lesen. Der Artikel geht auf eine Meldung der dpa (Deutsche Presse Agentur) zurück.

Rohfleischprodukte mit Bakterien belastet

Wenn Hunde mit rohem Fleisch gefüttert werden, kann das Gefahren für Tier und Besitzer bergen. Forscher der Universität Zürich haben bei 51 Futterproben in zwei Fällen (3,9 Prozent) die Darmbakterien Salmonellen gefunden und in 62,7 Prozent gegen Antibiotika resistente Bakterien. Das berichten sie im Fachjournal «Royal Society Open Science». 31 Proben enthielten Fleisch aus der Schweiz, 20 aus Deutschland. Darunter waren unter anderem Rind, Huhn, Pferd, Lamm und Truthahn. Unter Tierhaltern liegt «Barfen» im Trend. Der Ausdruck steht für «biologisch, artgerechte Rohfütterung». Viele von ihnen sagen, rohes Fleisch und Gemüse sei eine natürlichere Ernährung für Tiere.

«Solche Rohfuttermittel können aber für Tier und Mensch problematisch sein, weil sie krank machende Bakterien enthalten können», sagte Hauptautorin Magdalena Nüesch-Inderbinen von der Vetsuisse-Fakultät (Veterinärmedizin) der Deutschen Presse-Agentur. Salmonellen-positive Proben können ihren Angaben zufolge zu einer Übertragung der Erreger auf das Tier führen. Es sei gut möglich, dass ein Salmonellen-positiver Hund gar keine Symptome zeige, die Erreger aber in seinem Umfeld verbreite. Das gleiche gelte für die Ausbreitung multiresistenter Bakterien. Bakterien könnten sich etwa bei der Zubereitung des Futters übertragen, wenn der Hund einen Menschen abschlecke oder über Kot, wie Nüesch-Inderbinen erläutert. Das Kochen des Fleisches könne die Bakterien abtöten, im Tiefkühlfach überlebten sie jedoch. Ob Hundehalter tatsächlich resistente Keime haben, die vom Hund übertragen wurden, soll in Zürich nun in einer Folgestudie untersucht werden.

Dass Antibiotika-resistente Bakterien sich vom Hund auf Menschen übertragen, sei zwar möglich, sagte Josef Kamphues, Direktor des Instituts für Tierernährung an der Tierärztlichen Hochschule Hannover. «Aber dass Futterproben Salmonellen enthalten, ist bedeutsamer, vor allem im Umfeld von Kindern.» Hier liege das Ergebnis in der Studie aus Zürich erstaunlich niedrig. Forscher aus Utrecht legten 2018 eine Studie mit einer Stichprobe von 35 Rohfuttermitteln vor, bei der sie in 20 Prozent Salmonellen fanden. Problematisch sei es, wenn Rohprodukte in Kontakt mit Gegenständen und Einrichtungen der Küche kämen oder in der Wohnung im Futternapf angeboten werden und in dessen Nähe Kleinkinder spielen, sagte Kamphues. Beim Menschen können Salmonellen Durchfall, Bauchkrämpfe und Erbrechen auslösen. «Hundehalter sollten sich informieren, bevor sie mit einer Rohfuttergabe anfangen», sagte Nüesch-Inderbinen. Nach dem Tierkontakt oder Umgang mit solchem Futter sei zum Beispiel Händewaschen wichtig. «Wenn ich einen Hund hätte, ich würde ihn nicht mit Rohfutter ernähren», sagte die Mikrobiologin.

(Quelle: dpa)

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Working Cocker Deckrüde in Deutschland

Erinnert ihr euch an Questcock Bantu Biko, den ich in meinem Beitrag von Mai erwähnt habe? Inzwischen ist es nun amtlich: Bantu ist jetzt als Zuchtrüde im Cocker Club Deutschland zugelassen und hat eine eigene Homepage.

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Ich bin sehr gespannt auf seine Nachkommen. :-)

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Nayla fährt jetzt S-Klasse

Nach über 16 Jahren mit eigenen Hunden habe ich nun endlich mal eine crashsichere Autobox. Nayla fährt ab sofort in einer Schmidt-Box.

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Waldspaziergang

Waldspaziergang zu viert. :-) Das Dreirad (das eigentlich für die Jüngste bestimmt ist) findet aber auch der Große plötzlich wieder spannend. :-)

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Erfolgreiche Dummyprüfung in Heltersberg

Am Sonntag sind Nayla und ich auf der Dummyprüfung in Heltersberg angetreten. Sie wurde komplett von meiner Trainingsgruppe ausgerichtet und zum ersten Mal waren „meine Schützlinge“ auch so gut wie komplett am Start. Insgesamt stellte unsere Dummygruppe Saar-Pfalz 6 Starterteams!!! Und das Unglaubliche: Alle 6 Teams haben ihre Prüfung bestanden. Das macht mich als Trainerin natürlich super stolz. :-) :-) :-)

Da ist Naylas und mein Erfolg schon fast Nebensache. 😉 Wir bestanden erneut die Open-Klasse und landeten mit einem SG und 92 von 100 Punkten auf dem 1. Platz. In den ersten Aufgaben haben wir uns mit einer netten Bekannten aus der Schweiz ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert wie die Richterin sagte. Entschieden wurde es letztlich erst beim Buschieren.

Insgesamt war es ein ganz toller, harmonischer Tag. Alle Teilnehmer hatten Spaß und es war einfach eine ganz klasse Stimmung.

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Ein Jahr ohne Chiara…

Heute vor einem Jahr musste ich dich gehen lassen… Was bleibt, ist einzig die Erinnerung.

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Happy Birthday Nayla

Meine kleine Supermaus, das freche Frettchen wird 5 Jahre!!!

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Zwei Arbeitslinien sind besser als eine

Knapp drei Wochen sind seit dem letzten Posting vergangen. Diskussionen zwischen Anhängern von Show-Zucht und Anhängern von Arbeitslinienzucht sind in der Hundewelt beileibe nichts Neues. Sie wurden und werden auch in anderen Rassehundeverbänden geführt.

Ungewöhnlich an der aktuellen Diskussion ist eigentlich nur, dass man versucht, den Working-Hunden ihre Daseinsberechtigung und ihren Platz in der Zucht komplett abzusprechen. Das ist – zumindest meines Wissens nach – in dieser Breite ein Novum. Dabei lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Denn die Erklärung für die – doch teilweise erbittert – geführte Diskussion ist recht simpel: In Deutschland hat man im letzten Jahrhundert eine völlig eigene Version einer Arbeitslinie beim Spaniel kreiert. Einen spurlauten Spaniel, der optisch identisch mit den Show-Spaniels ist und mit einem weiteren Radius arbeitet, als das der in England gezüchtete Working Spaniel tut. Das heißt: Nach heutigem Stand gibt es nun also zwei Versionen der Arbeitslinie – sowohl beim Cocker als auch beim Springer: Die deutsche jadgliche Variante und die englische Working Variante.

Eine solche Koexistenz von zwei separaten Arbeitslinien innerhalb einer Rasse, gab es bei anderen Hunderassen in Deutschland zuvor offenbar noch nicht. Zumindest ist mir nicht bekannt, dass es bei Retrievern oder Border Collies ähnliche Versuche gab, eine deutsche Arbeitslinie zu schaffen.

Was ist nun das Fazit? „Es kann nur Einen geben“? à la Highlander? Oder „Zwei sind besser als Einer“? 😉

Die Antwort ist eigentlich klar: Vielfalt ist grundsätzlich etwas Gutes. Und Vielfalt ist keine Bedrohung. Niemals!

Gerade weil sich die Working Spaniels in ihrer Arbeitsweise so deutlich von den in Deutschland kreierten jagdlichen Spaniels unterscheiden, sind sie keine Bedrohung für die heimische Zucht. Sie sind eine Bereicherung. Weil sie ganz andere Menschen ansprechen, die bisher in den hier gezüchteten Spaniels nicht den Hund für sich gefunden haben. Das gilt insbesondere für Jäger. So wie die deutsche Version des Arbeitsspaniels ihre Fans innerhalb der Jägerschaft hat, so haben die Working Spaniels ihre eigenen, ganz anderen Fans innerhalb der Jägerschaft. Eben je nachdem, welchen Hundetyp Mensch für seine persönlichen Bedürfnisse benötigt. Spurlaut oder leise? Weit jagend oder mit engem Radius? Eigenständig oder mit hohem Will-to-Please? Eben weil sie so unterschiedlich jagen, so unterschiedlich in ihrer Arbeitsweise sind, können sie wunderbar nebenbeinander existieren.

Die Zucht im größten deutschen Spanielklub täte gut daran, diese Vielfalt als einzigartige Stärke zu kommunizieren – und nicht erbitterte Glaubenskriege gegen Liebhaber der gleichen Rasse zu führen.

Und: Man hat nur Einfluss auf das, was man selbst mitgestaltet. Alles andere bedeutet ausgeliefert zu sein.

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Zeitenwende für den Working Cocker in Deutschland

An diesem Wochenende hat sich in Deutschland etwas getan, das eine Zeitenwende für den Working Cocker bedeutet: Der Grundstein für die Zucht von English Cocker Spaniels aus Working Linien in Deutschland ist gelegt. Zum ersten Mal wurde eine größere Gruppe von  Working Cockern auf einer Zuchttauglichkeitsveranstaltung eines VDH-Klubs vorgestellt. Und eine ganze Reihe von Hunden hat die Zuchttauglichkeitsprüfung inklusive Verhaltenstest bestanden.

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Nayla of Glharama (Besitzer: Sandra Schick)

Die längst überfällige Wende in der Spanielzucht hat damit ihren Anfang genommen. Letztlich ist genau das eingetreten, was ich schon vor drei Jahren hier auf dieser Seite prophezeiht habe. In diesem Artikel Quo vadis Working Cocker in Deutschland? hatte ich bereits erläutert, dass wir über kurz oder lang die Working Cocker in der Zucht in Deutschland haben werden. Und zwar einzig und allein aus dem Grund, dass das (immer wieder gebetsmühlenartig angeführte) Argument, sie entsprächen nicht dem Standard, in Wirklichkeit jeglicher Grundlage entbehrt.

Der im Mutterland unserer Rasse verfasste Standard berücksichtigt explizit die Working Linien und ist von den Engländern (wohl bewusst) so offen formuliert, dass sehr viele Working Cocker ihm ebenso gerecht werden wie Show-Hunde. Nicht alle natürlich – aber auch das ist kein Unterschied zu den Show-Hunden. Bestimmte Passagen im Standard ermöglichen es, dass Abweichungen kein Argument für eine Verweigerung der Zuchtzulassung sind, sofern (und das ist der entscheidende Punkt!) die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit des Hundes nicht beeinträchtigt wird!

Bislang war es nur so, dass es zu wenige Besitzer von Working Cockern gab, die sich ernsthaft für das Thema Zucht interessiert haben. Das hat sich nun geändert.

Und so schauen wir nun gespannt darauf, was die Zukunft der Cocker-Zucht in Deutschland für die Rasse bereit hält! :-) In welche Richtung wird es gehen? Wird der Working Cocker eher als Sportvariante des hiesigen ECS gezüchtet? Oder bleibt er der passionierte und hoch veranlagte Jagdhund, zu dem ihn die Briten über viele Generationen gemacht haben?

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Questcock Bantu Biko (Besitzer: Brigitte Becker)

Abschließen möchte ich diesen Beitrag mit dem Bild des ersten Working Cocker Rüden, der in Deutschland eine VDH-Zuchttauglichkeitsprüfung bestanden hat. Ich hoffe, dass er bald für Nachwuchs in Deutschland sorgen wird. :-)